Kloßgefühl im Hals

kloßgefühl im hals

Wer kennt es nicht, das Kloßgefühl im Hals, dieses lästige Gefühl, welches das Atmen und Schlucken beschwert?

Dieses Gefühl der Enge möchte man durch Husten und Räuspern vergeblich loswerden. Das Schlucken kann mitunter schmerzhaft sein und in extremen Fällen kann sich das Gefühl von Atemnot breit machen, was häufig zu Angst und Panik führt. Es ist nicht nur äußerst unangenehm, sondern auch beunruhigend. Das Druckgefühl im Hals kann ganz unvermittelt kommen, wobei man plötzlich das Gefühl bekommt, etwas im Hals stecken zu haben. Andererseits kann es sich auch langsam anbahnen und immer extremer werden. Wichtig ist jedoch, dass je nach Ausmaß ärztlicher Rat hinzugezogen wird.

In den meisten Fällen ist es aber einfach nur unangenehm.

Woher kommt das Kloßgefühl im Hals?

Das Kloßgefühl im Hals, auch Globussyndrom genannt, kann viele Ursachen haben. Tritt der Kloß im Hals in Verbindung mit Mundgeruch auf, ist häufig von Mandelentzündungen die Rede. Jedoch müssen weiße Stippen im Hals nicht immer gleich darauf schließen.

Leiden Betroffene allerdings nicht unter akuten Halsschmerzen, können Mandelsteine die Ursache sein und das Kloßgefühl im Hals auslösen.

Diese sogenannten Mandelsteine oder Tonsillensteine sind weiße, kleine Stückchen auf den Mandeln, die zusätzlich noch übel riechen. Außerdem haben Betroffene neben Mundgeruch und einem Druckgefühl im Hals meist auch ständig Schleim im Hals. Diese Mandelsteine sind Ansammlungen von verschiedenen Substanzen, die jeder Mensch in den Einsenkungen seiner Mandeln hat. Dort sind sie harmlos. Gelangen sie jedoch an deren Oberfläche, werden sie zum Problem. Entscheidend für die Menge an Mandelsteinen ist die Größe der Mandeln selbst. Ein Mechanismus sorgt dafür, dass die kleinen Steine abgespült und runtergeschluckt werden. Ist diese Art von Selbstreinigung jedoch gestört, verbleiben die weißen Stippen auf den Mandeln und verursachen dadurch starken Mundgeruch, sowie ein Drücken im Hals.



Zudem neigen Menschen, die anfällig für Mandelentzündungen sind, eher zu Tonsillensteinen als Andere. Das liegt daran, dass durch die Entzündung entstandenes Narbengewebe den Weg an die Oberfläche erschwert und die Steinchen somit nicht weggespült werden können.

Leidet der Patient an Tonsillensteinen, werden diese häufig mit einer Mandelentzündung verwechselt. In beiden Fällen bilden sich kleine weiße Stippen auf den Mandeln. Bei einer Entzündung treten jedoch noch einige weitere Symptome auf: geschwollene und gerötete Mandeln, sowie Fieber und ein generelles Unwohlsein. Wobei sich Mandelsteine ausschließlich durch einen regelrechten Kloß im Hals und starkem Mundgeruch äußern.

 

Wie entstehen also diese kleinen übel riechenden Steinchen?

weiße punkte auf den mandelnDas Gewebe der Oberfläche unserer Mandeln ist nicht eben, sondern mit vielen kleinen Löchern versehen. Regelmäßig vernarben diese Löcher und bilden eine neue Oberfläche. Verbleiben die Hohlräume jedoch unter der Haut in den Mandeln, sammeln sich neben Nahrungsresten und Speichel auch viele Mengen an Bakterien an.

Die Haut eines Menschen erneuert sich regelmäßig. Genau dies passiert auch mit den Schleimhäuten in unserem Mund. Durch die ständige „Bewegung“ gelangen die Tonsillensteine somit an die Oberfläche der Mandeln, was ganz normal ist. Werden diese jedoch nicht weggespült kommt es zu unangenehm riechenden Mandelsteinen und dem Gefühl, ständig einen Kloß im Hals zu haben.

 

Tonsillensteine (selbst) entfernen

Mandelsteine kommen sehr, sehr häufig vor und lassen sich in den meisten Fällen schnell beheben, obwohl es keine wirklichen Medikamente dagegen gibt. Häufig wird Antibiotikum als Sofortmaßnahme ärztlich verschrieben, hilft jedoch nicht dabei, den Kloß im Hals zu entfernen. Es lindert lediglich die Mandelentzündung. Auch kann man Tonsillensteine selbst entfernen, indem man versucht, die kleinen, weißen Stippen im Hals mit den Fingern oder der Zunge rauszudrücken. Die Verwendung von z.B. einem Wattestäbchen ist hierbei besonders hilfreich und auch hygienischer. Morgens und abends empfiehlt sich zudem das Gurgeln mit desinfizierendem Mundwasser, um den Mundgeruch zu bekämpfen. Er wird nämlich nicht bloß als extrem unangenehm und störend empfunden, sondern trägt gleichzeitig zu einem grundlegenden Unwohlsein des Betroffenen bei.

Beitrag: so entfernen Sie Tonsillensteine

 

Was also tun gegen Mundgeruch?

Neben einer gründlichen Zahn- und Zungenreinigung, hilft außerdem die Aufnahme von häuslichen Mitteln, wie Ingwer, Petersilie, Fenchel und Zitronensaft, damit man den Mundgeruch beseitigen kann. Bestimmte Mittel gegen Mundgeruch lassen sich aber auch vom Zahn- oder Hausarzt verschreiben.

Zudem können Mandelsteine ambulant beim Hals- Nasen- Ohrenarzt entfernt werden. Mit bestimmten Geräten und Hilfsmittel gelingt ihm das Ausdrücken und Absaugen der Stippen im Mund. Dennoch ist eine frühzeitige Rückkehr damit nicht ausgeschlossen, da die Mandelsteine immer wieder neu entstehen.

Um diese endgültig entfernen zu können, müssen sie chirurgisch entfernt werden. Damit werden sowohl Symptom als auch Ursache beseitig. Hierbei wird auf das Entfernen der gesamten Mandel verzichtet, sondern lediglich das Mandelgewebe operativ stark verringert. Dadurch fallen die kleinen Löcher, auch Krypten genannt, weg, sodass kaum noch Mandelsteine produziert werden können.

Sind die Mandeln zusätzlich entzündet kommt der Patient um eine komplette Mandelentfernung jedoch nicht herum.

 

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1 Kommentar

  1. Marianne sagt: Antworten

    Ich dachte immer, dass Kloßgefühl im Hals hat irgendwie mit Sodbrand zu tun, aber es waren tatsächlich große Tonsillensteine. Zunächst habe ich mir die von meinem HNO entfernen lassen, aber jetzt mache ich das immer selber!

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